Eine Website an einem Abend: Wie die KI-Schnittstelle eine Maklerwebsite in zwei Sprachen baute
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Die erste Generation unserer KI-Schnittstelle konnte Blogartikel schreiben und Bilder hochladen. Das war ein Anfang. Die Frage, an der sich die Maklersoftware wirklich messen lassen muss, ist eine andere: Kann ein KI-Assistent über das Model Context Protocol eine ganze Maklerwebsite bauen, so wie ein Mensch es im Client tun würde? Die Abnahme dafür haben wir an einem Abend gemacht, mit einer echten Website als Vorlage.
Die Vorlage und der Nachbau
Als Vorbild diente die bestehende Website eines Vermieters möblierter Wohnungen: fünf Seiten, ein Hauptmenü, eine Bildershow im Kopf, eine Kontaktbox in der Seitenleiste, ein Footer mit Rechtslinks. Der Assistent bekam nichts als die Adresse der Vorlage und den Zugang zum MCP-Endpunkt. Er las die Vorlage, legte die Seiten an, baute die Layouts aus den Bausteinen des Website-Baukastens, verdrahtete das Menü und veröffentlichte.
Dabei fiel auf, was in keinem Handbuch stand. Ein Element, das auf jeder Seite erscheinen soll, gehört nicht in ein Seitenlayout, sondern in ein Modul über dem Inhalt. Ein Footer mit Links ist kein Textblock, sondern ein eigenes Menü in einem eingebetteten Modul, damit die Links den Seiten folgen, wenn sich eine Adresse ändert. Und die Objektliste rendert erst, wenn das Menü einen Eintrag für die Immobiliensuche kennt, weil jedes Objektmodul seine Links über diesen Eintrag auflöst. Jede dieser Erkenntnisse steht seit diesem Abend im Layout-Leitfaden, den der Assistent vor dem Bauen liest.
Farben, Vorlagen, zweite Sprache
Zwei Werkzeuge fehlten noch und entstanden auf dem Weg. Das erste liest und setzt die Farben und Schriften einer Website als Variablen des Themes: das Orange der Vorlage, das Grau der Texte, die Fläche hinter der Box. Das zweite speichert ein Seitenlayout als Vorlage und wendet es auf andere Seiten an, so wie es der Builder im Client schon lange kann.
Dann kam die zweite Sprache. Der Assistent legte die englischen Seiten als Gegenstücke der deutschen an, ein englisches Hauptmenü, ein englisches Footer-Menü, den englischen Kontaktkasten. Die Datenschutzseite entstand über die neue Vorlagenfunktion aus der deutschen Fassung. Zum Schluss ein Blogbeitrag in beiden Sprachen, verknüpft als Übersetzungspaar, mit Titelbild und Galerie aus lokal hochgeladenen Dateien.
Was der Nachbau im Code auslöste
Eine Abnahme ist nur ehrlich, wenn sie Fehler findet. Drei hat sie gefunden, und alle drei sind seit heute behoben.
Erstens sprachen die Objekte nicht die Sprache der Seite. Die englische Objektbeschreibung kam im Exposé an, der Titel blieb deutsch, und die Sprachumschaltung im Exposé kannte das englische Gegenstück nicht. Jetzt tragen Listenkarten, Exposé-Überschrift, Suchmaschinen-Titel und Anfrage-Betreff den Titel der Seitensprache, und das Exposé nennt seine Übersetzungen.
Zweitens führte die Sitemap jede Sprache als eigene Adresse, ohne die beiden zu verbinden. Für Suchmaschinen sieht das nach doppeltem Inhalt aus. Seit heute stehen Objekte und Blogbeiträge mit ihren Sprachvarianten als Paar in der Sitemap.
Drittens die Suchergebnisse selbst. Ein Blick auf die Live-Website zeigte 135 Seitentitel über sechzig Zeichen und 94 Beschreibungen, die Google mitten im Satz abschneidet. Titel und Beschreibung folgen jetzt einem Budget: sechzig Zeichen inklusive Website-Name, Beschreibungen enden auf einem ganzen Satz. Das ist die Art Fehler, die man erst sieht, wenn man die eigene Website so liest wie ein Fremder.
Warum das wichtig ist
Eine Maklerwebsite ohne Redaktions-Backend im Web ist nur dann eine gute Idee, wenn die Pflege anderswo mühelos ist. Der Client ist der eine Weg. Der KI-Assistent am MCP-Endpunkt ist der zweite, und seit dieser Abnahme reicht er vom Anlegen der Website bis zur zweiten Sprache. Was er dabei lernt, landet im Leitfaden, den er beim nächsten Mal liest. Die 62 Objekte der Vorschau bekamen am selben Tag ihre englischen Beschreibungen, verteilt auf drei Assistenten, die parallel arbeiteten.
Dieser Beitrag ist wieder einer, der durch die Schnittstelle entstanden ist: Text, Übersetzung, Bilder, Veröffentlichung. Der Mensch hat die Bilder geliefert und das letzte Wort gehabt.