Bedienung feature maklersoftware werkstattbericht windows-client
Wer eine Maklersoftware täglich benutzt, macht nicht alles, was sie kann. Er macht fünf oder sechs Dinge sehr oft und den Rest fast nie. Welche fünf das sind, weiß niemand, der die Oberfläche entwirft. Es hängt davon ab, ob jemand Objekte erfasst, Interessenten betreut oder Abrechnungen schreibt.
Bisher stand das Menüband im Entwurf des Formulars. Jeder Knopf lag dort, wo ihn ein Entwickler hingelegt hatte, und wer ihn woanders haben wollte, musste darum bitten und auf die nächste Version warten. Seit den letzten Wochen ist das anders.
Die Anwendung kennt ihre Befehle als Liste
Alle Knöpfe, Menübandseiten, Gruppen und Einträge der Kontextmenüs kommen jetzt aus einem Katalog. Sie sind Daten, keine fest verdrahtete Oberfläche. Die Anwendung weiß also nicht nur, wie ihr Menüband aussieht, sondern welche Befehle es überhaupt gibt.
Das klingt nach einer inneren Umstellung ohne sichtbaren Nutzen. Es ist die Voraussetzung für alles, was danach kommt.
Jeder stellt sich sein Menüband selbst zusammen
Im Windows-Client gibt es dafür einen eigenen Dialog. Links steht der Katalog mit allem, was die Anwendung kann, rechts das eigene Layout. Dazwischen liegt nur noch Ziehen und Ablegen.
Sie legen eigene Menübandseiten an, fassen Befehle zu eigenen Gruppen zusammen, bestimmen die Reihenfolge, setzen Trenner und wählen, ob ein Knopf groß oder klein erscheint. Beschriftungen können Sie ändern, und zwar je Sprache, damit ein zweisprachiges Maklerbüro nicht zwei Gewohnheiten pflegen muss. Eine Vorschau zeigt während des Bauens, wie das Ergebnis aussieht.
Wer also jeden Morgen dieselben fünf Dinge tut, legt sie sich nebeneinander. Niemand muss dazu eine neue Version abwarten.
Ein Dokument aus der Objektverwaltung bringt seine Seite mit
Manche Befehle ergeben nur Sinn, solange etwas offen ist. Deshalb bringt ein Dokumenttyp seine eigene Menübandseite mit. Sie erscheint, wenn ein solches Dokument geöffnet wird, und verschwindet wieder, wenn es geschlossen ist. Das Menüband bleibt dadurch kurz, ohne dass etwas fehlt.
Derselbe Knopf, der richtige Ort
Der zweite Teil ist unsichtbar und trotzdem der wichtigere. Ein Befehl wirkt dort, wo der Fokus gerade sitzt, also in der Liste, auf der Seite oder im geöffneten Dokument. Derselbe Knopf für Speichern speichert damit das, was der Anwender gerade vor sich hat, und nicht irgendetwas anderes im Hintergrund.
Was der aktive Bereich nicht beantworten kann, bleibt grau. Ein Knopf, der nichts tun kann, sagt das vorher, statt an der falschen Stelle zu wirken. Das ist der Unterschied zwischen einer Oberfläche, die aufgeräumt aussieht, und einer, die verlässlich ist.
Warum wir das gebaut haben
Eine Software, die sich nicht anpassen lässt, zwingt jedem Anwender die Gewohnheiten ihres Entwicklers auf. Wir haben lange genug zugesehen, wie Makler ihre Arbeit an eine Oberfläche anpassen, statt umgekehrt.
Das Menüband gehört jetzt dem, der damit arbeitet. Das ist die ganze Idee.